Autor Thema: regensburg-digital.de - Streit um Atommüll-Verbrennung in Schwandorf geht weiter  (Gelesen 606 mal)

Datko

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Mein Kommentar zu: https://www.regensburg-digital.de/streit-um-muellvebrennug-in-schwandorf-geht-weiter/28112020/
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Die politische Diskussion um Radioaktivität geht in der Regel an den Sachargumenten vorbei!

Politiker sind da oft ohne Kenntnisse unterwegs. Hier Claudia Roth von den Grünen:
Siehe: https://www.focus.de/politik/deutschland/16-000-tote-bei-atom-katastrophe-claudia-roth-loest-mit-fukushima-gedenken-shitstorm-aus_aid_938380.html

Joachim Datko

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Ich bin sehr vorsichtig, wenn im politischen Bereich vor Radioaktivität gewarnt wird. Meist kann ich in der Argumentation keine stichhaltigen Gründe finden.

Zitat: "„Die bei dem Zerfall von radioaktiven Stoffen freigesetzten Alpha-, Beta- und Gammastrahlen wirken unterschiedlich auf den menschlichen Körper ein. Zudem spielt auch die Art und Weise wie Menschen Strahlung ausgesetzt werden eine wichtige Rolle“"

- Reichweite radioaktiver Strahlung:
Alpha-Strahlung - Reichweite: in der Luft ungefähr 10 cm
Beta-Strahlung - Reichweite: in der Luft ungefähr bis ungefähr 8 m
Gamma-Strahlung - Reichweite hoch.

Zusätzlich:
- "Verdünnung" durch die Entfernung. In der Regel sind wir von Strahlungsquellen sehr weit entfernt.

Mit der Verdoppelung des Abstandes von strahlenden Atomkernen fällt die Leistung pro Fläche auf 1/4. Es gilt im Normalfall 1/r².

Radioaktive Atomkerne, die durch die Luft transportiert werden, werden schon dadurch stark verdünnt. Einer fällt irgendwo hin, ein anderer fällt 10 km weiter entfernt hin.

Und dann zerfallen die Kerne noch zu verschiedenen Zeiten. Z. B. einer nach 10 Jahren, der andere nach 30 Jahre.

Joachim Datko

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Es geht um äußerst geringe Mengen radioaktiven Materials!

Zitat: Hthik 16:11 "[...] mda die nächste Zelle im eigenen Körper eben nicht kilometerweit entfernt ist. Dazu kommt, dass über die Nahrungskette eine Aufkonzentration für manche radioaktive Substanzen erfolgt. So leicht ist das nicht, diese Wirkungen abzuschätzen."

Es handelt sich in diesem Fall um äußerst geringe Mengen von radioaktivem Material, die kaum einen Menschen erreichen und auch nicht gezielt immer dieselben Menschen. Damit entfällt auch die "Aufkonzentration".

Noch dazu bedeutet der äußerst geringe Einbau in den Körper in aller Regel kein Problem. Aufgenommene Stoffe bleiben nicht dauerhaft im Körper, sondern werden mit der "biologischen Halbwertzeit" ausgeschieden.

Nehmen wir das bekannte Cäsium 137, es hat eine physikalische Halbwertszeit von 30,17 Jahren. Hat man tatsächlich zufällig einige Atome Cäsium 137 resorbiert, dann haben wegen der "biologischen Halbwertszeit" nach 110 Tagen die Hälfte der Atomkerne den Körper schon wieder verlassen.
« Letzte Änderung: 30.11.2020 - 08:42 von Datko »

Joachim Datko

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Aus einer Mücke keinen Elefanten machen!

Hier ein weiterer Vergleich:

Zitat aus dem Artikel: "Doch genau hier sehen Verbände wie der Bund Naturschutz und die Ärztevereinigung IPPNW Lücken im System. Den 2001 gesetzlich festgelegten Grenzwert von zehn Mikrosievert (μSv) pro Jahr sehen sie als wissenschaftlich nicht begründet."

Siehe: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/dosisbeitrag-ernaehrung/dosisbeitrag-ernaehrung_node.html

"Im Mittel beträgt die durch die Ernährung bedingte effektive Dosis in Deutschland 0,3 Millisievert pro Jahr, wie Untersuchungen ergaben."

Wir sind durch Lebensmittel bei normaler Verpflegung mit 300 Mikrosievert im Jahr belastet.

Und da werden 10 Mikrosievert dazu verwendet, politische Diskussionen zu entfachen.